Presse-Echo zum Impulspapier - Teil 1
Eine Zusammenstellung von Online-Artikeln
EKD-Perspektivpapier: Beifall und Widerspruch
epd: Frankfurt a.M. (epd). Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vorgelegten Reformvorschläge für alle kirchlichen Ebenen haben neben positiven Reaktionen auch Kritik ausgelöst. Der evangelische Bischof Axel Noack (Magdeburg) begrüßte am Donnerstag das Impulspapier. Hingegen kritisierte der pfälzische Kirchenpräsident Eberhard Cherdron (Speyer) die EKD-Empfehlungen. Besonders die Vorschläge zur Fusion vieler Landeskirchen und damit zum Umbau der kirchlichen Landschaft stoßen auf Widerspruch. Bei Politikern gab es Beifall für das neue Perspektivpapier. [weiter...]Landkarte des Protestantismus verändert sich -
Fusions- und Kooperationsbestrebungen seit längerem im Gang
epd: Hannover (epd). Noch ist die Landkarte des Protestantismus in Deutschland stark zersplittert und ähnelt in manchen Regionen einem Flickenteppich. Die rund 25,6 Millionen evangelischen Christen sind in 23 Landeskirchen organisiert. Deren Zuschnitt hat zumeist historische Wurzeln. Die Grenzen richten sich häufig nach den Konturen deutscher Einzelstaaten, wie sie beim Wiener Kongress 1815 festgelegt wurden. In einem neuen Impulspapier der evangelischen Kirche wird jetzt eine Reduzierung der Landeskirchen bis zum Jahr 2030 auf acht bis zwölf empfohlen. [weiter...]Zahl der Kirchenmitglieder sinkt um ein Drittel
Die Welt: Bonn/Berlin - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) stellt sich darauf ein, daß wegen der ungünstigen demographischen Entwicklung die Zahl ihrer Mitglieder bis zum Jahr 2030 von 26 Millionen um ein Drittel auf etwa 17 Millionen zurückgehen wird. Für die östlichen Gliedkirchen sagen die EKD-Prognostiker sogar ein Absinken der Mitgliederzahl auf 57 Prozent des heutigen Standes voraus. Die Ursachen: besonders hohe Überalterung und anhaltende Abwanderung von Arbeitnehmern. Dieses Szenario ist die Basis eines jetzt vom Rat der EKD verabschiedeten Perspektivpapiers, mit dem eine "Kurskorrektur" und ein Mentalitätswandel eingeleitet werden sollen. Auf einem Zukunftskongreß im Januar 2007 in der Lutherstadt Wittenberg sollen die theologischen und kirchenpolitischen Reflexionen in einer "Aufwärtsagenda" gebündelt werden. (Artikel von "Die Welt") [weiter...]Evangelische Kirche vor radikalen Einschnitten
06. Juli 2006
FAZ: Die
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) muß in den kommenden Jahren
in großem Umfang Arbeitsplätze abbauen und ihre Strukturen radikal
verändern. Nach aktuellen Prognosen der EKD wird sich die Zahl der
Protestanten bis zum Jahr 2030 um ein Drittel von derzeit 26 Millionen
auf 17 Millionen verringern. Daraus folge eine Halbierung der
Einnahmen aus Kirchensteuern von gegenwärtig vier auf zwei Milliarden
Euro. (Artikel der FAZ) [weiter...]
Besinnung auf das „Kerngeschäft“
KR: Bonn - „Unsere Kirche ist kein Abbruch-, sondern ein Aufbruchunternehmen“, überschreibt der Präses der Rheinischen Kirche, Nikolaus Schneider, den Prozess der Umstrukturierung, den der Mitgliederschwund und schrumpfende Kirchensteuern bedingt. Ins gleiche Horn stößt für die ganze Evangelische Kirche in Deutschland deren Ratsvorsitzender Wolfgang Huber: „Wir wollen gegen den Trend wachsen.“ (Artikel d. Kölner Rundschau) [weiter...]Historische Reformoffensive der evangelischen Kirche
ZDF heute.de: [...] In kurzärmligem Hemd redet sich Huber in Rage, entwirft Visionen, wie die Volkskirche in diesem Jahrhundert die Zukunft gewinnen kann. Ein bisschen erinnert er an Martin Luther, wenn es darum geht, alte Zöpfe der Kirche abzuschneiden, verkrustete Strukturen aufzubrechen und den missionarischen Aufbruch mit Zuversicht und einem Mentalitätswandel zu wagen. Neue Gemeindeformen, die auch kirchenferne Menschen ansprechen, mehr evangelische Schulen, besser ausgebildete Pfarrer, eine Zentralisierung von Aufgaben im Bereich der EKD, wo es Sinn macht - das sind einige Punkte, die das von einer Kommission erarbeitete Papier nennt. [weiter...]
Luthers Erben wollen radikal umbauen
taz: Harmlos als "Impulspapier" kommt es daher - doch wenn es verwirklicht werden sollte, käme es einer Revolution in der Evangelischen Kirche Deutschlands gleich: Zwölf Frauen und Männer, "Perspektivkommission" genannt, haben im Auftrag der EKD-Spitze ein Papier erarbeitet, das heute veröffentlicht wird. Es fordert nichts weniger als den radikalen Umbau der zweitgrößten Volkskirche im Lande Luthers.
Der Segen dazu kommt von fast ganz oben: Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, war Mitglied der Kommission und befürwortet mit Verve den Umbau an, biblisch gesprochen, Haupt und Gliedern der Kirche. [weiter...]
Dramatischer Mitgliederrückgang - EKD entwirft Strategien für die Zukunft
ERF/CINA: "Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert" lautet der Titel des Impulspapiers des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das am Donnerstag, 6. Juli, veröffentlicht wurde. Der Text zeigt Möglichkeiten auf, wie die evangelische Kirche den vielfältigen Herausforderungen, vor denen sie steht, begegnen kann. "Bei einem aktiven Umbauen, Umgestalten und Neuausrichten der kirchlichen Arbeit und einem bewussten Konzentrieren und Investieren in Zukunft verheißende Arbeitsgebiete wird ein Wachsen gegen den Trend möglich", sagt der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber. Mit dem Impulspapier will der Rat eine Reformdebatte auf allen kirchlichen Ebenen und Handlungsfeldern anstoßen. (Artikel Glaube24.de) [weiter...]
EKD - Reformprozess / Reaktionen
epd:
Hannover (epd). Die evangelische Kirche will unter dem Druck des
demographischen Wandels und schwindender Finanzkraft einen umfassenden
Reformprozess einleiten, um mehr Menschen zu erreichen. Darauf zielt
ein Papier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu den
kirchlichen Perspektiven im 21. Jahrhundert [...]
In zwölf Eckpunkten werden unter anderem neue
Gemeindeformen, Qualitätsstandards, thematische Schwerpunkte,
Intensivierung der Bildungsarbeit, Halbierung der Zahl der
Landeskirchen sowie Verringerung der Pfarrerzahl vorgeschlagen. Ohne
Kurskorrekturen sei die Kirche in wenigen Jahren auf Grund "des
hochexplosiven Gemischs aus Versorgungskosten, Teuerungsrate und
schrumpfenden Einnahmen" nicht mehr handlungsfähig, warnt der
EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, im Vorwort. [weiter...]
Qu: Archiv - Kirche von morgen